Hotel Pension Campingplatz Wohnmobilstellplatz Biergarten zwischen Hameln und Bodenwerder direkt an der Weser
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und Sehenswertes rund ums Grohnder Fährhaus


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Grohnder Fähre
www.grohnder-faehre.de.vu

(direkt am Fährhaus)

Die Weserquerung bei Grohnde war Teilstrecke einer alten Heer- und Handelsstraße, später eines Postweges, den auch Goethe am 13. Juni 1801 genommen hat, als er von Göttingen kommend zur Kur nach Bad Pyrmont reiste.

Heute ist die Straße eine beliebte Strecke für Motorradtouren.

Zweihundert Jahre lang war Grohnde Poststation. Im 15. und 16. Jahrhundert gab es hier eine Brücke. Brückenpfähle aus der Mitte des 16. Jahrhunderts sind am kleinen Haus an der Fährstelle zu sehen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Brücke zerstört. Seit 1633 sichert eine Fähre die Verbindung, ursprünglich eine Stak-und Ruderfähre, später dann eine Niedrigseil-Fähre und seit 1922/23 eine Hochseilfähre wie heute.

Gierseilfähre Grohnde an der Weser zwischen Hameln und Bodenwerder


Als Gierfähre gehört diese zu einem Fährentyp, der an Weser, Elbe und Saale noch häufig vertreten ist. Gieren ist die Drehbewegung um die Hochachse des Schiffes. Die Gierseilfähren sind eine holländische Erfindung des 17. Jahrhunderts.

Ein Seilende ist am Bug, ein zweites am Heck des Fährprahms befestigt. Bei der Grohnder Fähre laufen die Seile getrennt an Laufrollen auf einer über den Fluss gespannten Stahltrosse. Mit Hilfe einer Hand - oder Motorwinde wird der Anstellwinkel der Fähre beim Ablegen so verändert, dass der Druck des anströmenden Wassers ausreicht, die "fliegende Brücke" an das gegenüberliegende Ufer zu treiben.

Die Seilwinden arbeiten elektrisch über Batterien die von einer Photovoltaik-Anlage geladen werden.

Technische Daten:
Baujahr: 1931
Länge: 24,50m
Breite: 6,50m
Leertiefgang: 0,40m
Höchste Fahrgastzahl: 45
Höchste Zuladung: 12,9 To
Gewicht: 30 To

Domäne Grohnde


(direkt gegenüber dem Fährhaus)

Auf der westlichen Seite direkt gegenüber dem Grohnder Fährhauses befindet sich eine ehemalige Wasserburg. Die Burg war Amtsvogtei und ist heute Domäne. Der Turm ist der älteste Teil der Burg Grohnde und stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Pfandinhaber waren wohlhabende weitverzweigte Familien: Die Münchhausens, die Klenckes, die von Holles. Den Vorbildern repräsentativer, hochadliger höfischer Lebensführung konnten sie ohne weiteres nacheifern.

Kriegsdienste, Einkünfte aus Grundherrschaft und landwirtschaftlichen Aktivitäten, auch Geldgeschäfte hatten sie zu außergewöhnlichem und gern bewiesenem Wohlstand gebracht.

Letzter adliger Pfandinhaber des Amtes Grohnde war Stats (Eustachius) von Münchhausen. Eine kaiserliche Kommission hatte den Wert seiner Güter auf 13 Tonnen Gold, den seiner Schulden auf über 1o Tonnen geschätzt. Den wirtschaftlichen Zusammenbruch brachte die große Inflation am Anfang des 17. Jahrhunderts. Damit endet die Verpfändung von Grohnde.

Das Land wird unmittelbarer herzoglicher Besitz und wird künftig von besoldeten Amtmännern verwaltet. Auch diese setzen einen gehobenen Lebensstil fort, der sich am Adel orientierte.

ehemalige Wasserburg, heutige Domäne Grohnde


Hand- und Spanndienste waren in den Dörfern des Amtes Grohnde bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts üblich. 1753 waren für den Amtshaushalt aus den zehn Amtsdörfern 82 Voll- und Halbmeier, 244 Kötner und 128 Beibauern dienstpflichtig. Meier leisteten Spanndienst mit Pferden, die anderen Handdienste. Meier und Kötner hatten einen Tag wöchentlich, Beibauern alle vierzehn Tage einen Tag zu dienen.

Zu den regulären Hand- und Spanndiensten traten zahlreiche weitere Verpflichtungen hinzu: jährlich eine Landreise bis Hannover, Erntedienst, Kötnerpflügen, Burgfestengeld, Schafschur, Flachsbereiten und - besonders für die Einwohner in Grohnde - "Aufeisen" der Weser im Winter.

Erst durch die Ablösungsordnung von 1833 erhielten die Bauern im Königreich Hannover das Recht, alle Zinsen, Zehnten und Dienste abzulösen und das uneingeschränkte Eigentum an den Grundstücken zu erwerben. Sie wurden damit freie Grundherren und hatten nur noch die für alle geltenden Steuern zu zahlen.

Heute ist die Amtswirtschaft mit Haus und Liegenschaften eine Domäne im Eigentum des Landes Niedersachsen, also eine Art Staatsgut, das aber langjährig in private Obhut gegeben wird und oft über Generationen im Besitz einer Familie bleibt.

Eine Besichtigung ist nicht möglich, jedoch lässt sich die Anlage von außen bei einem Spaziergang durch den südlich angrenzenden Park betrachten.



Heimatstube Frenke
Heimatstube Frenke

(ca. 2 km vom Grohnder Fährhaus entfernt)

Auf 300 m² hat Wilhem Hölscher in langen Jahren Gegenstände der Regionalgeschichte zusammengetragen.

Heimatstube Frenke


Im einzelnen sind zu besichtigen:
Textilien der letzten 120 Jahre
Heimatarchiv, Kalender- und Schulbuchsammlung
Gegenstände aus Land- und Hauswirtschaft
Handwerkliche Gegenstände
Bodenfunde der Ur- und Vorgeschichte
Spielzeug, Militaria u.v.a.m.
Jährlich wechselnde Sonderausstellungen

Besichtigungen der Heimatstube sind nach Terminvereinbarung möglich.
Kontakt:
Wilhelm Hölscher
Frankestr. 8
31860 Frenke
Tel.: 05157 / 263


Museum für Landtechnik und Landarbeit
www.museum-landtechnik.de

(ca. 4 km vom Grohnder Fährhaus entfernt)

Im Jahr 1990 wurde das "Museum für Landtechnik und Landarbeit" in Börry offiziell eröffnet. Es besteht heute aus fünf Gebäuden: dem Gravehaus (einem ehemaligen Wohnhaus), einer Scheune, einem Backhaus, einem Pfarrhaus und der Niederbörryer Kirche.

Das Museumsfreigelände erstreckt sich über fast 8000 Quadratmeter. Die im Museum ausgestellten Objekte fanden und finden ihren Einsatz in der heimischen Landwirtschaft.

Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry


Geöffnet ist vom 01. April bis 31. Oktober jeweils samstags von 14.00 bis 17.00 Uhr und sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr

Gruppenbesuche/Führungen sind nach Voranmeldung möglich.

Kontakt:
Museum für Landtechnik und Landarbeit
Frenker Str. 22
31860 Emmerthal OT Börry
Telefon: 05155 / 6930




Das Grohnder Fährhaus liegt direkt an der Weser zwischen der Rattenfängerstadt Hameln und der Münchhausenstadt Bodenwerder. In etwa gleicher Entfernung - 15 Kilometer - befindet sich die Kurstadt Bad Pyrmont

Das Weserbergland ist ideales Urlaubsgebiet zum Wandern und Fahrradfahren, für Wassersport und sogar Flugsport.

Zahlreiche Wanderwege führen an der Weser und ihren Nebenflüssen entlang. Wer es lieber bergig mag, wählt Wege auf die Höhenzüge des Weserberglandes. Immer beliebter wird der Pilgerweg, der die Klöster Loccum und Volkenroda verbindet.

Ausgeschilderte Radwege führen durch die Täler von Weser und Emmer, im Vogler und Ith, Solling und Deister kommen Mountainbiker auf Ihre Kosten. Infos unter: www.weser-radweg.de

Durchgehend von Hannoversch-Münden bis Hameln ist die Weser für Wassersportler ohne Schleusen und Wehre befahrbar. Bei entsprechendem Wasserpegel bietet die Emmer eine besonders idyllische Alternative.

Direkt an der Grohnder Fähre bietet der Kanuverleih Kanuspass Boote zum Verleihen an. Ein Fahrradtransfer ist ebenfalls möglich.

Geführte Wasserwanderungen und Bootsverleih ebenfallls mit Start oder Zielpunkt Grohnder Fähre bietet das Unternehmen Weser Erlebnis

Für Flugsportler bietet die Gegend ebenfalls optimale Bedingungen. Infos bei der Drachenfluggruppe Börry

Petri-Jünger können ihr Glück an der Weser versuchen: Vergabe von Angelscheinen: Angelverein Grohnde, Günter Briesemann,
Tel.: (0 51 55) 75 72

Im Wesersonnental
www.emmerthal.de

(Kirchohsen liegt ca. 6 km weserabwärts vom Grohnder Fährhaus entfernt)

Grohnde gehört als einer von 17 Ortsteilen zu der Gemeinde Emmerthal. Die Gemeinde erstreckt sich auf beiden Seiten der Weser in dem besonders wenig industrialisierten Teil des Oberwesertals.

Dieser Bereich wird auch Wesersonnental genannt wird, da sich hier das Tal auf weite Felder und Weiden öffnet. Der Fluss schwingt aus Nordrichtung seiner bisherigen Beengung von Vogler und Solling nach Nordwesten Richtung Hameln.

Neben der dominierenden Weser geben bewaldete Bergrücken und auch die Talbereiche der IIse der Gemeinde ihr Gepräge. Das Emmertal mit seinem bekannten Schloss Hämelschenburg ist eines der schönsten Seitentäler.

Bückeberg, Scharfenberg, Hellberg, Ruhberg, Baßberg und der Grohnder Forst haben ihre landschaftlichen Reize.

Gärtnerisches Prunkstück ist der 1810 angelegten "Ohrbergpark'" mit seinen Azaleen-, Rhododendron- und exotischen Baumgruppen. Der Park ist mittels Auffahrt von der B 83 – vorbei an der Solarsiedlung Ohr und dem Solarforschungsinstitut – zu erreichen.

Das Solarforschungsinstitut
Solarforschungsinstitut
(ca. 8 km vom Grohnder Fährhaus entfernt an der B 83)

Das ISFH entwickelt innovative Komponenten für photovoltaische und solarthermische Nutzung der Sonnenenergie. Das physikalische Verständnis solcher Komponenten und die Entwicklung kostengünstiger Herstellungsprozesse stehen im Zentrum der Forschung.

Führungen sind nach Voranmeldung werktags (Mo-Fr) für interessierte Gruppen von mindestens 10 Personen bis maximal 35 Personen möglich. Eine Führung besteht aus einer allgemeinen, rund einstündigen Einführung in das Thema Solarenergienutzung und -forschung in Form eines Vortrages, sowie einer ebenfalls rund einstündigen Tour durch das Gebäude und über das Freigelände.

Telefonische Anmeldung (mindestens zwei Wochen vor dem gewünschten Termin) beim Büro Öffentlichkeitsarbeit: Institut für Solarenergieforschung GmbH Hameln/Emmerthal, Dr. Roland Goslich, Am Ohrberg 1, 31860 Emmerthal, Tel.: (05151)999-302.

Emmerthals Neue Mitte

Eine Brücke - die Valentinibrücke - verbindet die Ortsteile Kirchohsen westlich der Weser und Hagenohsen östlich der Weser miteinander. Hagenohsen ist am Hang des Bückebergs gelegen, der den Nationalsozialisten als Veranstaltungsort für die sogenannten Reichserntedankfeste diente. Siehe auch Lesebogen IV aus dem Grohnder Fährhaus.

In Kirchohsen befindet sich die Neue Mitte der Gemeinde Emmerthal. Als Vorläufer der Kirche St. Petri soll auf Veranlassung von Kaiser Karl dem Großen im Jahr 780 eine Holzkirche erbaut worden sein. In einem Fenster der Kirche war sein Bild auf Glas gemalt mit der Inschrift "Carolus Magnus Fundator Ecclesiae in Ohsen"

Kirchohsen ist urkundlich 1004 erstmals erwähnt, als König Heinrich II. eine Schutzurkunde für das Kloster Fischbeck in Villa Ohsen ausstellte.

Auf dem Marktplatz gegenüber der St. Petri Kirche findet jeweils freitags ab 14 Uhr ein kleiner Wochenmarkt statt.

Am Marktplatz befinden sich kleinere Geschäfte; mehrere Supermärkte ergänzen das Einkaufsangebot des Ortes.

Ebenfalls in Kirchohsen befindet sich ein Hallenbad mit Sauna, das Vithal-Bad: Berliner Straße 21, 31860 Emmerthal, Telefon: 05155 / 7086.

Der Bahnhof liegt an der Straße nach Emmern, das sich direkt an Kirchohsen anschließt.



Wasserschloss Hehlen

(ca. 6 km weseraufwärts vom Grohnder Fährhaus entfernt)

Schloß Hehlen gehört zu den frühesten Schlössern der Weserrenaissance. Das vierflügelige dreistöckige Wasserschloss mit seiner wehrhaften Anlage wurde Ende des 16. Jahrhunderts an der Einmündung des Bachs Weißenwasser in die Weser gebaut.

Wasserschloss Hehlen


Heute zeigt sich das Schloss mit unverputztem Bruchsteinmauerwerk. Früher wird es verputzt gewesen sein. Im Westen und im Osten ragen jeweils hohe, runde Türme hervor, an der Südecke gibt es einen kleinen, turmartigen Aufbau aus Fachwerk und einen Renaissance-Erker auf der Nordecke. Das Schloss Hehlen ist übrigens das einzige Weserrenaissanceschloss das unmittelbar an dem namensgebenden Fluss des Baustils liegt.

Erbauer waren die Freiherren von der Schulenburg, denen von Herzog Heinrich d.J. das Recht zugestanden wurde, ein adeliges Haus in Hehlen zu bauen. Bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts war das Schloss in Besitz der Schulenburgs. 1956 wurde es verkauft und befindet sich heute in Privatbesitz. Eine Besichtigung ist nicht möglich, wohl aber ein lohnenswerter Besuch in der Kaffeewirtschaft, die seit 2007 in den ehemaligen Viehstallungen von der Inhaberfamilie betrieben wird.
www.die-kaffeewirtschaft.de




Schloss Hämelschenburg

www.schloss-haemelschenburg.de

(ca. 12 km vom Grohnder Fährhaus entfernt)

Die Geschichte der Burganlage reicht bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts zurück. Ursprünglich wurde sie von den Grafen von Everstein als Burg Hemersen auf dem Berg Woldau zwischen 1409 und 1414 erbaut.

1437 kam die heutige Hämelschenburg in den Besitz der Ritterfamilie Klencke. Nach mehrfachen Zerstörungen ließen 1588 Jürgen Klencke und seine hochgebildete Frau Anna von Holle die Hämelschenburg als Wasserschloss im Stil der Weserrenaissance an neuem Standort unmittelbar am Flusslauf der Emmer neu erbauen.

Schloss Hämelschenburg - imposantes Hauptwerk der Weserrenaissance


Der imposante Bau gilt als das Hauptwerk der Weserrenaissance und bildet mit seinen Kunstsammlungen, Gartenanlagen, Wirtschaftsgebäuden und der Kirche eine der schönsten Renaissanceanlagen Deutschlands. Noch heute ist das Schloss in Besitz der Familie von Klencke.

Beliebt bei Brautpaaren ist die 1563 erbaute Schlosskapelle. Das Schloss bietet Brautpaaren auch die standesamtliche Trauung im historischen Rahmen an. Im Trauzimmer befindet sich eines der wenigen erhaltenen, durch Pedaldruck selbstspielenden Pianolas von Steinway & Sons.

Die knapp einstündigen Führungen durch den Privatbesitz beginnen zwischen Ostern und 3. Oktober jeweils zur vollen Stunde von 10-12 und 14-17 Uhr.


T: 05155 - 380


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